"Grüne Energie ohne Bergbau geht nicht" - 14. Internationales DMT-BergbauForum in Berlin

DMT

Mehr als 360 Besucher aus 19 Nationen kamen zum 14. Internationalen DMT-Bergbauforum in die deutsche Hauptstadt Berlin. Im Vordergrund des zweitägigen Vortrags- und Diskussionsprogramms, das auch vom VDMA unterstützt wurde, standen aktuelle Themen wie Industrie 4.0, Nachbergbau und der Einfluss von Zukunftstechnologien auf die Rohstoffnachfrage.

Sumiya Erdenebulgan ist Vizepräsident von Erdenes Mongol, der größten Staatsholding der Mongolei. Sie verwaltete unter anderem die Anteile des Landes an den milliardenschweren Bergbauprojekten. Zusammen mit Galtbaatar.D, Geschäftsführer von Erdenes Shivee Energy LLC, einem ebenfalls staatlichen Unternehmen, das die wirtschaftliche Entwicklung des Landes maßgeblich beeinflusst, ist er in die deutsche Hauptstadt Berlin gekommen. Beide wollen sich über neueste Entwicklungen und Trends vor allem im obertägigen Bergbau informieren. Paul Tim Whillans, Leiter eines Ingenieurbüros aus dem kanadischen Vancouver, hat es ebenfalls in die deutsche Metropole verschlagen. Er möchte wissen, "was in Europa im Bergbau anders gemacht wird als bei uns". Die Unterschiede, sagt er, "sind teilweise erheblich".

Whillans und die beiden Geschäftsleute aus der Mongolei sind drei von insgesamt mehr als 360 Teilnehmern am 14. Internationalen Bergbauforum, das Anfang Juni in Berlin durchgeführt wurde. Der Veranstalter, die DMT Gruppe, ein unabhängiger Dienstleiter in den Bereichen Consulting, Engineering, Exploration und Geotechnik, hatte als Tagungsort das Estrel und damit das mit 1125 Zimmern größte Hotel in ganz Deutschland ausgesucht. Zwei Tage lang stand ein breites Spektrum aktueller Themen, darunter Industrie 4.0, Nachbergbau, globale Rohstoffpotentiale und Lösungen zur Prozessverbesserung auf dem Programm.

Ohne Rohstoffe kein Industriestaat

Professor Dr. Günther Apel, bei der DMT für den Bereich Bergbau zuständig, hob die Stellung seines Landes als größter Braunkohlenproduzent der Welt hervor. Unternehmen wie Mibrag, die RWE Power AG und der Kali- und Salzproduzent KS spielten in der ersten Liga. Durch die Schließung ganzer Bergwerksregionen in Deutschland sei "ein führendes Know-how" auch zu Themen rund um den Nachbergbau vorhanden. Der Auslauf des Steinkohlenbergbaus im Land habe, anders als in der Öffentlichkeit und im Ausland oft wahrgenommen, nicht dazu geführt, dass der Bergbau in Deutschland insgesamt beendet werde. Eher das Gegenteil, so Apel, sei der Fall. Uwe Beckmeyer, im Deutschen Wirtschaftsministerium als Staatssekretär für die Energie- und Europapolitik verantwortlich, erinnerte an die Bedeutung der Braunkohle für die deutsche Wirtschaft. Die Branche beschäftigt knapp 20 000 Mitarbeiter. Allein im Jahr 2015 wurden mehr als 178 Millionen Tonnen gefördert. Beckmeyer mit Blick auf die Zukunft des deutschen Bergbaus: "Ein Industriestaat ohne Rohstoffe, das geht nicht."

Dr. Michael Schulte Strathaus, Vorsitzender der im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zusammengeschlossenen deutschen Hersteller von Bergbaumaschinen, sieht die Branche im Aufwind. Umsätze und Auftragseingänge seien in Deutschland zweistellig gestiegen. Die Branche sei in allen Ländern vertreten, in denen Bergbau betrieben werde. Afrika bezeichnete Schulte Strathaus als "das neue Zukunftsland". Mit Blick auf die vor allem in Industrieländern kontrovers geführte Diskussion über die Auswirkungen des Bergbaus auf die Umwelt erinnerte er daran, dass "grüne Energie ohne Bergbau nicht geht". "Wirtschaft ohne Rohstoffe", sagt er, "ist wie ein Haus ohne Fundament". Schulte Strathaus forderte zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion auf.

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Grüne Energie ohne Bergbau geht nicht

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