Lateinamerika: Talsohle ist durchschritten

Christoph Danner, VDMA

Die Konjunkturdaten, die am 4. Oktober 2017 auf der Sitzung des Lenkungskreises Lateinamerika präsentiert wurden, deuten darauf hin, dass nach langer Durststrecke der erwartete Aufschwung für die Bergbauzulieferer kommt.

Nachdem auf den letzten Sitzungen immer wieder Anzeichen für eine Besserung der Lage besprochen wurden, ist diese endlich mit Zahlen belegbar: Der Auftragseingang von Januar bis Juli 2017 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 % angestiegen. Wenngleich dieses hohe Wachstum auch dem niedrigen Basiswert geschuldet ist und hier sicher der sogenannte Basiseffekt eintritt, kann von einer klaren Tendenz gesprochen werden.

Wenn diese Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2017 umsatzwirksam werden, kann zum Jahresende gewiss auch von einem Umsatzplus im Vergleich zu 2016 gesprochen werden. Es ist davon auszugehen, dass dies dann auch für die Exporte nach Lateinamerika zutrifft. Die Umsätze bis Juli 2017 sind in etwa gleich denen des Vorjahreszeitraums. Einige Veränderungen gab es jedoch in den Hauptabsatzmärkten: Weiterhin ganz vorne und mit weiteren Zuwächsen steht Mexiko. An zweiter Stelle steht Chile vor Argentinien. Beide Länder waren in den letzten beiden Jahren wesentlich weiter hinten anzutreffen. Grundsätzlich ist aber für die ganze Region von guten Rahmenbedingungen auszugehen, da die Preise der in Lateinamerika primär abgebauten Rohstoffe ansteigende Tendenzen vorweisen. Auch das Geschäftsklima auf der für Südamerika wichtigen Bergbaumesse Extemin in Arequipa/Peru (18. bis 22. September 2017) war in großem Maße positiv, was die mit der aufgezeigten Tendenz für diesen Markt einhergeht.

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