Forum Bergbau 4.0: Smart Mining ist im Kommen

RWTH Aachen

200 Experten trafen sich in Aachen zum Austausch über den aktuellen Stand der Digitalisierung in der Bergbauindustrie. Interoperabilität, Autonomous Mining und standardisierte Schnittstellen standen im Mittelpunkt der fachlichen Diskussion.

Am 14. und 15. November 2017 trafen sich Experten aus Wissenschaft, Industrie und Verbänden im Aachener Tivoli zum zweiten Forum Bergbau 4.0. Die international ausgerichtete Konferenz wurde vom Institut für Maschinentechnik der Rohstoffindustrie der RWTH Aachen, VDMA Mining und DMT ausgerichtet und findet alle zwei Jahre statt.

Die Digitalisierung ist unverkennbar in der Bergbauindustrie in voller Breite angekommen. Das Hochschnellen der Teilnehmerzahl um 50 % bereits zur zweiten Auflage des Forums zeigt das überaus große Interesse der Branche.

Dieses Jahr bildeten die Vorträge den Kreislauf von Daten und ihre sichere Weiterverarbeitung im Zeitalter der Industrie 4.0 im Bergbau ab: Von Ruggedized Sensors, also der Frage, welche Daten den Bedingungen im Bergbau standhalten, über die Frage nach sicherer Datenverarbeitung in Zeiten von Big Data bis zur standardisierten Kommunikation zwischen Maschinen. Wichtige Erkenntnis dabei: international gesehen gibt es noch viele Unterschiede im Stand der Technik, doch die Standardisierung in der Datenkommunikation ist für die Automatisierung im Bergbau unabdingbar.

Um die Internationalität des Forums zu stärken, fanden an beiden Tagen die Vorträge sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache statt. Gäste und Speaker aus 16 verschiedenen Nationen informierten sich wechselseitig über den Stand der Bergbautechnik in ihrem Land oder knüpften beim gemeinsamen Abendevent neue Kontakte. Ein Highlight des Forums bildete das Grußwort Erich Schnakes, stellvertretender Minister für Bergbau der Republik Chile, der mit einer hochrangigen Delegation aus Chile anlässlich des Deutsch-Chilenische Rohstoffforum angereist war, das zusammen mit dem Forum stattfand.

Teilnehmer und Speaker aus 16 Nationen zeigen, dass deutsches Know-how weltweit gefragt ist. Für die internationale Wahrnehmung des Innovations- und Technologiestandorts Deutschland kann das Forum Bergbau 4.0 daher schon jetzt als Anker betrachtet werden. Die Veranstalter sehen sich dadurch motiviert, den internationalen Teilnehmerkreis noch weiter auszubauen.

Der Blick richtet sich schon jetzt auf das nächste Forum Bergbau 4.0 im Jahr 2019. Themen wie gemeinsame Standards, IT-Security und rechtliche Fragen zu Besitzverhältnissen von Daten werden vermutlich bis dahin weiter aktuell bleiben.

VDMA, Unternehmen und Wissenschaft arbeiten gemeinsam daran, die weißen Flecken auf der Digitalisierungslandkarte auszufüllen, denn die Digitalisierung ist im Alltag der Bergbauindustrie angekommen.