Lenkungskreis Lateinamerika: Starke Rolle Chiles als Abnehmer deutscher Bergbauausrüstung

VDMA

Eine der klaren Aussagen auf der letzten Lenkungskreissitzung am 14. März in Südlohn war die wiedererstarkte Rolle Chiles als Abnehmer deutscher Bergbauausrüstung. Mehrere Firmen berichteten von einem guten Jahr 2017 in Chile mit steigenden Auftragseingängen in diesem Jahr sowie wachsenden Auftragseingängen in Brasilien.

Rund 20 Firmenvertreter diskutierten die konjunkturelle Lage und die Chancen für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau, im lateinamerikanischen Bergbau Absatz zu finden. Grundsätzlich bieten die seit über 18 Monaten ansteigenden Rohstoffpreise gute Rahmenbedingungen. Damit einhergehende positive politische Bedingungen wurden in den letzten beiden Jahren in Argentinien geschaffen. Dies schlägt sich nun auch auf die Bergbauaktivität und folglich auf die Nachfrage für Bergbauequipment wieder. Mehrere Sitzungsteilnehmer berichteten von einem guten Argentiniengeschäft in den letzten Monaten. Auch die Exportzahlen zeigen fast eine Verdoppelung der deutschen Ausfuhren von 2016 zu 2017.

Außerdem berichtete Herr Danner aus einer Studie von Standard & Poor’s, dass 2017 in Lateinamerika 2,38 Milliarden Dollar in Exploration investiert wurden. Eine länderspezifische Betrachtung zeigte, dass Mexiko, Peru und Chile zu etwa je gleichen Teilen drei Viertel der Investitionen angezogen haben. Folglich ist in diesen drei Ländern in den nächsten Jahren auch mit einer hohen Bergbauaktivität und guten Chancen für Zulieferer zu rechnen.

Für 2019 hat der VDMA Mining für die Bergbaumessen Arminera in Buenos Aires und Extemin in Arequipa eine Bundesbeteiligung beantragt.

Die nächste Sitzung findet am 4. Oktober 2018 in Essen statt.