Statusmeeting Tiefseebergbau

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Am 12. April 2018 trafen sich rund 25 Vertreter aus Unternehmen, Behörden und Hochschulen zu einem Statusmeeting zum Thema Tiefseebergbau in Hamburg. Im Mittelpunkt stand die Beurteilung des aktuellen und perspektivischen Marktpotenzials.

Die zunehmende Erholung im internationalen Rohstoffsektor sowie die fortschreitende deutsche Meeresboden-Erkundung durch den Bund im Pazifischen Ozean lassen den Tiefseebergbau für die Stakeholder wieder interessant werden. Beim Statusmeeting Tiefseebergbau, das vom VDMA Mining zusammen mit der VDMA AG Marine Equipment and Systems organisiert wurde, trafen sich Unternehmen der maritimen wie auch der Bergbauzuliefer-Industrie zum Erfahrungsaustausch und einer gemeinsamen Potenzialabschätzung des Marktsegmentes.

Dr. Christian Müller von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR berichtete über den Stand der Erkundung sowie den Plan, 2019 einen Kollektor (auch) im deutschen Manganknollen-Lizenzgebiet im Pazifik zu testen. Dieser (Teil-)Komponententest ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Abbaukonzept.

Über den Stand der internationalen Forschung zu Deep Sea Mining berichteten Sunny Schoone und Prof. Elisabeth Clausen von der RWTH Aachen.

Die Unternehmen waren sich einig darüber, dass der Tiefseebergbau Potenziale bietet und die technologischen Herausforderungen bewältigbar sind. Strategische Kooperationen im internationalen Rahmen werden als sehr hilfreich angesehen.

Im Hinblick auf den weiteren Forschungsbedarf kamen die Firmen überein, über den VDMA die Möglichkeiten der Beteiligung an grenzüberschreitenden Forschungsprojekten im Tiefseebergbau zu prüfen. Auf Grund 2019 konkret anstehender EU-Forschungsausschreibungen bieten sich kurzfristig attraktive Projektmöglichkeiten für die marine mineralische Rohstoffgewinnung. Hier tut sich möglicherweise für Unternehmen eine Chance auf, vielversprechende technologische Ansätze mitzugestalten.