Geschäftsanbahnungsreise Äthiopien

Helmut Schgeiner, VDMA

Potenziale für Bergbauzulieferer in Äthiopien: Geschäftsanbahnungsreise verlegt auf 12. bis 15. Oktober.

Auf Initiative des VDMA Mining wird im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms eine Geschäftsanbahnungsreise nach Äthiopien mit Schwerpunkt Bergbau und Rohstoffe angeboten. Die anfangs für März 2020 vorgesehene Reise findet nun vom 12. bis 15. Oktober 2020 statt. Durchführer sind die AHK Services Eastern Africa Ltd. (Nairobi) zusammen mit dem Projektpartner enviacon international (Berlin).

Markt Äthiopien
In Äthiopien haben sich innerhalb der letzten Jahre vielfältige Investitionspotenziale entwickelt. Es besteht deutlich Bedarf an Produkten und Lösungen im Bereich des Bergbau- und Rohstoffsektors, um wirtschaftliche Diversifizierung zu erlangen. Die äthiopische Regierung hofft auf ausländische Direktinvestitionen, höhere Deviseneinnahmen und den Aufbau eines weiterverarbeitenden Sektors.

Von zunehmender Bedeutung sind dazu auch Chancen im Bereich der Zulieferung für die zahlreichen neuen Infrastrukturbaumaßnahmen zur Erschließung neuer Gewinnungsstätten für Bodenschätze vor Ort. Gute Geschäftschancen ergeben sich weiterhin im Bereich von Kooperationen bei der Aus- und Weiterbildung in diesem Sektor, wo internationales Know-How sehr gefragt ist. Die Erschließung des Bergbausektors ist auf der Prioritätenliste der äthiopischen Regierung sehr hoch – und hier sowie in der Wirtschaft ist das Interesse an neuen Technologien, Lösungen und Produkten für den Bergbau, insbesondere aus Deutschland, groß.

Mit dem Amtsantritt des neuen Premierministers Abiy Ahmed Ali im April 2018 erlebt Äthiopien aktuell eine Phase der Zuversicht - das Land erhofft von ihm politische, ethnische und wirtschaftliche Reformen und einen entsprechenden Aufschwung.

Die Economist Intelligence Unit (EIU) prognostiziert in Äthiopien für 2020 reale Investitionssteigerungen von 7,0 Prozent. Äthiopien ist derzeit dabei, sich von den anderen Ländern Ostafrikas deutlich abzusetzen und sich als wirtschaftliches Powerhouse – laut Internationalem Währungsfond hat Äthiopien das Nachbarland Kenia bereits überholt – zu entwickeln.

Wachstumsmotoren sind insbesondere die Bauwirtschaft und große Infrastrukturprojekte im Strom- (Kraftwerksbau) und Transportsektor, wie z.B. der Grand Renaissance Dam (6.450 MW). Der starke Ausbau der Infrastruktur soll auch die Anbindung von Gewinnungsstätten von Bodenschätzen erleichtern. Obwohl der Bergbau- und Rohstoffsektor Äthiopiens noch in den Kinderschuhen steckt, unternimmt die äthiopische Regierung derzeit einige Reformmaßnahmen, um ausländische Investoren in dem Bereich anzulocken. Diese Maßnahmen fruchten: von Mitte 2018 bis Mitte 2019 konnte Äthiopien im Bergbausektor über 100 Mio. USD an Investitionen vorweisen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Downloads.

Kontakt und Anmeldung
Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an Laura Lehmann, Tel.: (+49 30) 8 14 88 41-13 (enviacon international, Berlin) oder Chris Wegner, Tel.: (+2 54) 7 16 16 08 01 (AHK Kenia, Nairobi).

Anmeldeschluss: 10. Juli 2020.

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