Malawi Mining: Informationstag am 18. März 2020 in Stuttgart

Helmut Schgeiner, VDMA

Die BMWi-Informationsveranstaltung "Bergbau und Rohstoffe Malawi" bietet Chancen für Bergbauzulieferer in Malawi.

Sie richtet sich besonders an exportinteressierte oder auf neue Märkte bzw. Marktsegmente zielende kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Bergbau- und Rohstoffwirtschaft. Im Rahmen der Veranstaltung werden Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen des malawischen Marktes vorgestellt.

Die Informationsveranstaltung findet in der IHK Region Stuttgart, Jägerstraße 30, 70174 Stuttgart, im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms statt und wird vom VDMA Mining unterstützt.

Bitte beachten:
Der Veranstaltungstermin am 18. März 2020 in Stuttgart ist abgestimmt auf die Sitzung des VDMA Mining Lenkungskreises Afrika am 19. März 2020 in Aichtal (mit Vorabendtreffen am 18. März).

Zielmarkt Malawi
Malawi ist ein ausgeprägtes Agrarland und eines der ärmsten Länder der Welt. Der Ausbau des Rohstoffsektors soll in den nächsten Jahren ein robusteres Wachstum befördern und Wohlstand schaffen. Das BIP beträgt geschätzte 7,07 Mrd. US-Dollar (2018), was einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von lediglich 389 US-Dollar entspricht. Malawis Volkswirtschaft hat im Allgemeinen noch starkes Entwicklungspotenzial. Das Wirtschaftswachstum betrug im Jahr 2018 2,8 Prozent.  Für die kommenden Jahre wird ein beschleunigtes Wachstum zwischen 3,9 Prozent und 4,9 Prozent erwartet.

Durch die Schaffung von Investitionsanreizen soll der Bergbausektor bis 2023 bis zu 20 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beitragen. Der Bestand und die Zuwächse ausländischer Direktinvestitionen bergen im Vergleich zum Durchschnitt anderer Staaten noch großes Potential. Im Jahr 2017 betrug der Influx ausländischer Investitionen nur 277 Mio. USD. Für 2018 wird ein Wachstum des Bergbau- und Rohstoffsektors von 2,3 Prozent prognostiziert. Abgebaut werden vor allem Uran, Bauxit, Kohle und Kalkstein. Malawi hat zahlreiche Mineralien mit wirtschaftlichem Potenzial, darunter: Phosphate (Apatit), Bauxit, Kaolinit, Kohle, Cyanide, Kalksteine, Seltene Erden (einschließlich Strontianit und Monazit), Graphit, Sulfide (Pyrit und Pyrrhotin), Titanmineralien entlang des Ufers des Malawisees und Vermiculit.

Abgebaut wurden und werden bisher nur Phosphat, Kohle, Kalkstein und Uran. Der Uranabbau ist mit steigendem Weltmarktpreis ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, insbesondere durch die Kayelekera-Uranmine (entwickelt und betrieben durch die australische Paladin Energy Ltd). Die Mine produzierte zwischen 2009 und 2013 ca. 5 Mio. kg Uran. Laut Schätzungen der Paladin Energy verbleiben weitere 14 Mio. kg an Uranressourcen in der Mine.

Kontakt und Anmeldung: Anton Bondarew, Tel.: (+49 15 77) 022 6988, bondacon international business consultancy (BIBC).

 

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