Geschäftsanbahnungsreise Algerien

Helmut Schgeiner, VDMA

Bergbauzulieferer nutzen Potenziale in Algerien: Geschäftsanbahnungsreise vom 28. Juni bis 2. Juli 2020.

Auf Initiative des VDMA Mining findet im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms eine Geschäftsanbahnungsreise nach Algerien mit Schwerpunkt Bergbau und Rohstoffe statt. Durchführer sind enviacon international (Berlin) und die AHK Algerien (Algier).

Markt Algerien
Der Bergbausektor gewinnt in Algerien, dem größten Land Afrikas, zunehmend an Bedeutung. Das Land, das reich an Bodenschätzen ist, setzt auf eine stärkere Diversifizierung der Wirtschaft, um seine Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas zu reduzieren. Die Regierung beabsichtigt entsprechende Investitionen und die Beteiligung ausländischer Partner. So wird seit 2018 besonders der Abbau von Phosphat, Blei und Zink verstärkt gefördert. In Planung sind außerdem neue Anlagen, um die Vorkommen an Baryt, Diatomit und Bentonit aufzubereiten. Hinzu kommt ein hoher Bedarf an Baustoffen wie Sand und Kies, um die geplanten Großbauprojekte im Infrastruktur- und Wohnbaubereich umzusetzen.

Derzeit existieren landesweit 1.370 aktive Minen und 700 Steinbrüche, in denen 31 Bergbauprodukte gefördert werden, vor allem Zink, Blei, Uran, Phosphate und Eisenerz.

Die algerische Regierung plant, bis 2028 rund 66,5 Mio. Euro in den Bergbausektor zu investieren und den Abbau auf jährlich 6 Mio. Tonnen Phosphatgestein zur Herstellung von zusätzlichen 1,5 Mio. Tonnen Phosphatsäure und 3 Mio. Tonnen Dünger zu steigern. Mit jährlich 1,15 Mio. Tonnen abgebautem Phosphatgestein liegt Algerien auf Rang 19 der weltweiten Produktion. Hinsichtlich der Phosphat-Reserven von geschätzten 2,2 Mrd. Tonnen belegt das Land nach Marokko und China jedoch den dritten Platz.

In Zukunft sollen bis zu 80 % der Konzessionen vom Privatsektor gesteuert werden. Wobei diese sich auf die Sektoren Verarbeitung, Bauwesen und Baugewerbe konzentriert, deren Produktion von 5 Mio. m³ im Jahr 2000 auf 70 Mio. m³ im Jahr 2018 anstieg. Die Herstellung von Zusatzstoffen für das Baugewerbe ist das Rückgrat der Branche mit einer kontinuierlichen jährlichen Wachstumsrate von über 30 % seit 2005.

Marktchancen für deutsche Unternehmen
Die Nachfrage nach deutschen Produkten und Dienstleistungen besteht. Dies gilt besonders für Maschinen und Geräte zum Sortieren, Sieben, Trennen, Waschen, Zerkleinern, Mahlen und Mischen. Es existieren bereits mehrere erfolgreiche Partnerschaften zwischen deutschen und algerischen Unternehmen. Die schon existierenden Partnerschaften bieten eine gute Basis für weitere Aktivitäten von deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Bergbauindustrie.

Der algerische Staat ist sich des geophysikalischen Marktpotenzials des Landes bewusst und bietet finanzielle, steuerliche und infrastrukturelle Anreize, um den Aufbau von Bergbau-Clustern zu fördern. Das strategische Ziel ist, so viel wie möglich im Land zu produzieren und in der Folge auch zu exportieren. Das ehrgeizige Ziel eröffnet deutschen Unternehmen bei marktkonformer Herangehensweise sehr gute Kooperations- und Absatzmöglichkeiten.

Kontakt und Anmeldung
Bei Interesse an einer Teilnahme wenden Sie sich bitte an Laura Lehmann, Tel.: (+49 30) 8 14 88 41-13, enviacon international, Berlin.

Anmeldeschluss: 27. März 2020.

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