Lokalisierung im Kuzbass: Deutsch-russische Online-Meetings

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Lokalisierung war das Hauptthema bei dem deutsch-russischen Online-Meeting am 6. August 2020, das Vertreter aus 3 russischen Ministerien für Energie, Industrie und Handel sowie Wirtschaft mit Unterstützung des russischen Bergbauverbandes organisierten. VDMA Mining und BMWi nahmen von deutscher Seite teil.

Dem VDMA, als Sprachrohr der deutschen Mining-Industrie, wurde offiziell das Angebot einer technologischen Zusammenarbeit mit den Mitgliedsfirmen unterbreitet. Details folgen demnächst.

Zusätzlich fand am 13. August 2020 eine deutsch-russische Round-Table Online-Veranstaltung auf Einladung der IHK Cottbus in Zusammenarbeit mit der AHK Moskau und der IHK Kuzbass statt.

Bei beiden Veranstaltungen kam zum Ausdruck, dass aus Sicht der staatlichen russischen Seite eine Lokalisierung im Mining-Bereich unabdingbar sei, da bis zu 80 Prozent der notwendigen Bergbauausrüstung aus dem Ausland importiert werde. Dazu kommt, dass eine Vielzahl der russischen Bergbauausrüster im ganzen Land zerstreut ist, was u. a. die Lieferzeit der Maschinen – z. B. zum Kuzbass – erschwert. In der Region Kemerovo-Kuzbass wird ca. die Hälfte der russischen Kohle abgebaut. Aus Furcht vor den andauernden amerikanischen Sanktionen wolle man die Abhängigkeit besonders von amerikanischer und britischer Seite minimieren. Zurzeit wird der Ausrüstungsbedarf der Bergbaufirmen im Kuzbass analysiert und bis Ende des Jahres zusammengestellt.

Vor dem Hintergrund von Corona, der geplanten Erhöhung der Kohlefördermengen und Intensivierung der Umweltschutzmaßnahmen im Kuzbass bis 2035 nimmt die von Russland gewünschte Lokalisierung Fahrt auf. Der Vertreter der Firma SUEK, Herr Martinjuk, signalisierte in seinem Vortrag die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit jedem dafür geeigneten deutschen Unternehmen.

Die für Mining relevanten Vorträge in russischer Sprache finden Sie unten im Downloadbereich.

 

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